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Alyson_Avenue_-_Changes_Cover

Band: Alyson Avenue
Album: Changes
Spielzeit: 45:43 min.
Plattenfirma/ Vertrieb: Avenue Of Allies/ H'ART
Homepage: http://alysonavenue.se/ oder http://www.myspace.com/alysonavenue
VÖ: 10.06.2011
Wertung: 8,5 von 10
Avenue Of Allies verwöhnen uns momentan mit tollen Veröffentlichungen. Zeitgleich mit dem superben LIONVILLE Album erscheint das vierte Album der Schweden ALYSON AVENUE. Anders als erstgenannte Band, haben sich die Nordmänner + Nordfrau den richtig kernigen Melodic Rock auf ihre Fahnen geschrieben.

Szenebeobachtern dürfte die Band schon bekannt sein. Existiert sie doch schon seit 1989 und eine gewisse Dame, die später bei NIGHTWISH zu Weltruhm kam, startete bei der Band ihre ersten Gehversuche. Die Rede ist von Anette Olzon. Erst 2000 erschien das Debüt „Presence Of Mind“, dem noch „Omega“ und „Omega II“ (hierbei handelt es sich um das „Omega“ Album, bei dem die Instrumentalparts neu eingespielt wurde, aber Anette's Gesang unberührt blieb) folgten. Frau Olzon konnte NIGHTWISH 2007 von ihren Sangeskünsten überzeugen und verließ ALYSON AVENUE. Die restlichen Bandmember widmeten sich anschließend anderen Projekten und starteten 2009, mit einer neuen Sängerin, einen Neuanfang. Die Verpflichtung von Arabella Vitanic erwies sich als Glücksgriff, denn die Dame verfügt über eine sehr kräftige und facettenreiche Stimme.

Die Band besteht seitdem aus:
Arabella Vitanc : Vocals, background vocals
Thomas Löyskä : Bass
Fredrik Eriksson : Drums
Tony Rohtla : Guitars
Niclas Olsson : Keyboards, background vocals

Wie auch ihre Stallmates von LIONVILLE, ließ es sich die Band nicht nehmen, einige Musikerkollegen ins Studio einzuladen, um das aktuelle Album „Changes“ zu veredeln.
Mit dabei waren:
Rob Marcello (u.a. DANGER DANGER)
Michael Bormann (u.a. JADED HEART)
Frederik Bergh (u.a. STREET TALK)
und viele mehr.

Hm..., irgendwie ist mir da wohl eine ganz bestimmte Person durch die Lappen gegangen. Eine alte Bekannte der Band hat es sich nicht nehmen lassen und sorgte für die Background Vocals bei vier Nummern. Die Rede ist natürlich von der schönen NIGHTWISH Frontfrau.

Dieses Aufgebot an Gastmusikern ließ natürlich meine Erwartung in die Höhe schießen, aber auch gleichzeitig einige Bedenken aufkommen. Eine hochkarätige Musiker-Armada ist nicht immer einem tollen Endresultat gleichzusetzen. Tja, was soll ich sagen... ALYSON AVENUE und Kollegen überzeugen auf ganzer Linie.
Die Band hat das Album gemeinsam mit Chris Laney (u.a. CRAZY LIKKS und H.E.A.T.) produziert und hat „Changes“ einen äußerst druckvollen und klaren Sound verpasst. Das Material erinnert zum Teil an die schwedischen Melodic Rock Kings EUROPE und TREAT, wobei einige Songs auch in Richtung härterer HEART tendieren. Dies liegt auch an der stimmlichen Ähnlichkeit Vitanic's. Die Dame begeistert mich mit ihrem Organ, das einfach sehr voluminös und klar durch die Speaker kommt und einen hohen Wiedererkennungswert besitzt. Die Leistung der Band- und Gastmusiker, an den Instrumenten, ist natürlich über jede Kritik erhaben und so rocken sie sich größtenteils durch das sehr eingängige Material. Positiv ist die gesunde Härte, die die Songs mit sich bringen. Hier geben die Gitarren den Ton an und die Herren Eriksson und Löyksä (Bassist/Schlagzeuger) sorgen für einen kräftigen Rhythmusteppich. Das Keyboardspiel von Olsson ist zwar immer allgegenwärtig, aber sehr geschickt und songdienlich eingesetzt. Es ist schon teilweise pervers, wie schnell sich die Songs im Ohr festsetzen. Die Herren Löyksä, Eriksson, Rothla und Olson sind für das Songwriting verantwortlich und wissen durch ihr feines Gespür für Hooklines, mehrstimmigen Background Vocals und tollen Melodien, zu begeistern. Da haben die Männer eine wirklich phantastische Arbeit abgeliefert. Es gibt keine Unzulänglichkeiten im Material.

Kräftige Drums und sägende Gitarren eröffnen den ersten Track des Albums. „Liar“ beweist gleich zu beginn, dass es sich bei ALYSON AVENUE um Rocker und nicht um Wimplappen handelt. Bei dem viel zu kurzem Gitarrensolo wäre ich fast vor Freude vom Sessel gesprungen. Für mich ist er auf gleicher Augenhöhe mit so manchen Songs von TREAT oder EUROPE. Das ist doch gleich ein schön kerniger Start, so wie der Papa das mag. Michael Bormann konnte mich auf seinem letzten Soloalbum „different“ nicht immer überzeugen, aber bei dem Duett mit Arabella, zeigt er sich von seiner besten Seite. „Will I Make Love“ ist eine der kommerzielleren Nummern, glänzt natürlich durch die Gesangsleistung der Stimmakrobaten und verfügt über eine unwiderstehliche Melodieführung. Der Titelsong verfügt über fantastische Background Vocals, die mich einfach nur begeistern. Sehr catchy das ganze. „Don't Know If Love Is Alive“ ist eine Nummer  die zwar über eine tolle Melodie und Background Vocals verfügt, im Gegensatz zu den restlichen Nummern aber eher abfällt. „I Will Be Waiting“ erinnert mich, aufgrund der Gesangsmelodie an einen bekannten Song, aber ich komme momentan weder auf Titel noch Interpret. Dies schmälert aber keineswegs die Qualität des Songs. Frau Vitanic klingt einfach toll und die Band spielt zwar im mittleren Tempo, aber dafür schön druckvoll.
Die Gitarre am Anfang von „I'll Cry For You“ lässt mich aufhorchen, kommt sie doch richtig satt aus den Boxen. Der Song erinnert mich ein bisschen an HEART. Refrain/Background Vocals fressen sich fest, Gitarren braten und das Keyboard untermalt das ganze. OHRWURM! Das kräftige und leicht stampfende Somewhere“ wird durch das präzise Drumming von Eriksson vorangetrieben und überzeugt des weiteren durch eine klasse Gitarrenarbeit.

Trackliste:

1.Liar
2.Will I Make Love
3.Changes 
4.Amazing Days 
5.Don´t Know If Love Is Alive
6.Fallen
7.Into The Fire 
8.I Will Be Waiting
9.I´ll Cry For You
10.Somewhere 
11.Always Keep On Loving  You

Mit „Changes“ liefern die Schweden ein sehr geiles Album ab, das mit Ohrwürmern vollgepackt ist. Melodic Rock Fans: GREIFT HIER ZU, denn sonst verpasst ihr ein wirklich sehr gutes Album einer phantastischen Band.

Eine sehr gute Veröffentlichung, die uns Avenue Of Allies hier präsentieren. Mir ist das Album 8,5 Punkte wert.
Götz

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